Dieses Jahr feiert die LED einen besonderen Geburtstag: vor genau 30 Jahren wurde die erste weiße Leuchtdiode vorgestellt. Dies löste eine Entwicklung aus, die bis heute fortdauert: nach und nach überholten die sparsamen und langlebigen Dioden ihre Konkurrenz – zunächst die Glühbirne, dann die Halogenlampe, zuletzt die Leuchtstoffröhren. Wer heute noch alte Leuchtmittel verwendet, sollte bald umrüsten. Es lohnt sich!

In den meisten Wohnungen hat sich das Thema bereits erledigt: hier werden fast nur noch LED eingesetzt. In Lagern, Geschäften, Werkstätten und Büros, Logistik- und Produktionshallen, aber auch privaten Kellern und Garagen strahlt dagegen häufig immer noch die „Neonsonne“. Und die wird demnächst ebenso ein Museumsstück sein wie das Modem: Das klassische Flackern, Flimmern und Summen beim Einschalten wird zunehmend retro…und im Vergleich zur modernen LED-Beleuchtung auch teuer.

LED-Tubes statt Leuchtstoffröhren: Was ist zu beachten?

Seit knapp zwei Jahren werden keine klassischen T5- oder T8-Röhren mehr hergestellt und die Händler leeren ihre Lager. Noch kann man zwar nachkaufen – aber ist das sinnvoll? Gegenüber Leuchtstoffröhren sparen handelsübliche LED-Tubes bis zu 70 Prozent Strom ein, halten deutlich länger und überstehen wesentlich mehr Schaltzyklen. Weil sie kein giftiges Quecksilber enthalten, ist auch ihre Entsorgung wesentlich günstiger. LED-Tubes gibt es mittlerweile für jedes Format, das Auswechseln können auch Laien ohne Probleme übernehmen.

Allerdings gilt es einige Dinge zu beachten, denn LEDs funktionieren anders als Leuchtstoffröhren:

  • Vorhandene Starter sind nicht mehr nötig – sie werden durch Dummy-Schalter ersetzt, die nur Strom durchleiten (bei EVG-Geräten kommen spezielle kompatible Tubes zum Einsatz)
  • Für Tandemschaltungen braucht man entsprechend ausgelegte Tubes (die die Hersteller kennzeichnen)
  • Für maximale Helligkeit sind Reflektoren wichtig, weil LEDs nicht rundherum Licht abstrahlen
  • Die Länge der neuen Röhre muss ebenso in das Gehäuse passen wie der Sockel
  • Wer bei der Umstellung das ganze Gerät austauscht, sollte einen Fachbetrieb beauftragen

Lumen, Lux und Kelvin: wichtige Kennzahlen für die Lichtplanung

Die klassische Leuchtstoffröhre kommt zum Einsatz, wenn eine gleichmäßige, helle Ausleuchtung wichtig ist. Das schaffen LED-Tubes auch – nur gilt es bei der Planung einer neuen Beleuchtung mit anderen Werten als bisher zu rechnen:

  • Die Anzahl Lumen gibt die Helligkeit der Lichtquelle an.
  • Die Lux-Zahl bestimmt die Helligkeit auf Flächen (Lumen pro Quadratmeter)
  • Die Maßeinheit Kelvin beschreibt die Lichtfarbe: je höher, desto weißer (und kälter) das Licht.

Die Watt-Zahl dagegen folgt ganz anderen Maßstäben und wird anders umgerechnet. LEDs haben pro Watt eine etwa zehnmal höhere Leuchtkraft als Glühbirnen und auch im Vergleich zu klassischen Leuchtröhren erreichen sie doppelte Effizienz. Weil ihr Abstrahlwinkel mit 120 Grad aber deutlich kleiner ist, wird die Helligkeit mithilfe eines Reflektors verstärkt, um auf ähnliche Lumen-Werte zu kommen.

Die Investition rechnet sich schon nach kurzer Zeit

Wichtig ist deshalb zu wissen:

  • Welchen Ansprüchen muss die Beleuchtung genügen? Während in Werkhallen nach wie vor taghelles, sehr weißes Licht nötig ist, können Büros, Besprechungsräume oder Küchen mit wärmerem, angenehmerem Licht ausgestattet werden. Übrigens: LEDs entfalten sofort die volle Helligkeit – und sie sind dimmbar.
  • Wie ist die Wirtschaftlichkeit? LED-Tubes sind in der Anschaffung teurer als Leuchtstoffröhren – und wenn ganze Leuchten ausgetauscht werden müssen, werden Investitionen notwendig. Grundsätzlich kann man die Umstellung mangels Altware aber ohnehin nicht mehr lange hinauszögern.

Ihr Elektrobetrieb kann Sie sowohl bei der Planung als auch bei der Durchführung ideal unterstützen. Angesichts der Betriebskosteneinsparungen gilt selbst bei höherem Investitionsvolumen: je schneller, desto besser – für die Bilanz, für das Arbeitsklima und für die Umwelt.